Analoge Stadt

B√úROCHRONOLOGIE

Das 1978 mit Arthur Ovaska gegründete Berliner Büro hat Hans Kollhoff seit 1984 partnerschaftlich mit der Architektin Helga Timmermann weitergeführt, gründete seitdem Niederlassungen in der Schweiz, den Niederlanden und Italien. Die Büros bearbeiten heute ein breites Spektrum von Bauaufgaben, vorwiegend Büro- und Geschäftshäuser, Regierungsbauten, Wohnbauten von öffentlich geförderten Wohnanlagen bis zur luxuriösen Villa in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Italien.

Hans Kollhoff und Helga Timmermann gelang es mit prägnanten, oft kontrovers diskutierten Bauten das Stadtbild Berlins zu prägen. Vom DaimlerChrysler Gebäude und dem Delbrück-Haus am Potsdamer Platz sowie dem städtebaulichen Entwurf für den Alexanderplatz bis hin zu den ‚Leibnizkolonnaden‘, dem Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg oder der Newton-Bar am Berliner Gendarmenmarkt verstanden es die
Architekten, dezidiert großstädtische Bauten zu verwirklichen. Dabei hat sich ihre Architektur von der frühen „wilden“ Phase zu einer klassischen Gelassenheit entwickelt, die auf spielerische Verfeinerung aus ist, ohne dem Historismus anheim zu fallen. Davon zeugen auch Projekte wie die Herrichtung des ehemaligen Reichsbankgebäudes zum Auswärtigen Amt in Berlin oder die Villa Gerl in Berlin-Dahlem, bei denen die Architekten mit Interieurs und Detaillierung eine schon verloren geglaubte Handwerklichkeit unter Beweis stellen.

Kollhoff Architekten können auf umfangreiche internationale Erfahrungen im Baugeschehen verweisen, u.a. der Wohnbebauung KNSM-Eiland in Amsterdam, Holland, der luxuriösen Wohnanlage Tivoli am Vierwaldstätter See in Luzern, Schweiz, dem Apartmenthaus Het Koninklijke Entrepot im Zentrum von Antwerpen, Belgien, und last but not least den gerade fertig gestellten Doppeltürmen der Ministerien für Justiz und Inneres in den Den Haag, Niederlande. In Neapel befindet sich die U-Bahnstation Arco Mirelli, im Park der „Villa Communale“ gelegen, im Bau.

Bis 2012 führte Hans Kollhoff als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für Architektur und Konstruktion an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Seine Arbeiten in Praxis und Lehre werden in der internationalen Fachpresse ausführlich publiziert. Häufig meldet er sich mit kritischen Beiträgen zum aktuellen Architekturgeschehen auch in der Tagespresse zu Wort und begibt sich auf zahlreiche Vortragsreisen im In- und Ausland.